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26.9.2017 : 9:26 : +0200

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Menschenrechtspreis 2007

 

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 18.07.2007 beschlossen, den Menschenrechtspreis 2007 Frau Nimisha Desai (Indien) zu verleihen.

Frau Nimisha Desai, geboren 1962 im Bundesstaat Gudjarat studierte Sozialmanagement/ Verhaltenswissenschaften und Handel.

Tätig in den Bereichen Menschenrechte, Gleichberechtigung, Gesundheit, Kinderarbeit und Bildung.

Mitbegründerin der indischen Frauenrechtsorganisation OLAKH (Identität),

Veranstalterin und Dozentin von Workshops und Seminaren zu den Themen

Menschenrechte, Emanzipation und Gleichberechtigung.

Die indische Menschenrechtlerin Nimisha Desai ist Mitbegründerin und Leiterin der Frauenrechtsorganisation OLAKH (Identität).

Sie kämpft seit über 20 Jahren für die Rechte der Frauen in Indien. Nach den blutigen Unruhen 2002 zwischen hinduistischer und muslimischer Bevölkerung im gesamten Bundesstaat Gudjarat sind ca. 2000 Menschen, vor allem Muslime, umgebracht worden. Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt, verstümmelt oder gar bei lebendigem Leib verbrannt. Seither fordert N. Desai den Dialog zwischen den Angehörigen beider Bevölkerungsgruppen und unterstützt besonders diejenigen, die sich für ein friedliches Zusammenleben engagieren. Sie tritt entschieden gegen jede Form von Diskriminierung auf und kämpft für die Wahrung der Rechte der Frauen unterschiedlicher Herkunft, Religion und ethnischer Zugehörigkeit. Sie berät Opfer von Gewalt und Benachteiligung und hilft ihnen, ihr Leben selbst zu bestimmen.

Sie entwickelt Schlichtungsprogramme, um die Öffentlichkeit für gewaltfreie Konfliktlösung, friedenschaffende Maßnahmen und die Achtung der Menschenrechte zu mobilisieren.

Nimisha Desai, die persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung und Demütigung als Frau in Indien machen musste, ist massiven Anfeindungen ausgesetzt.

Ihre Arbeit wird erheblich erschwert und ihr Leben bedroht.

Sie wurde von medica mondiale e.V. Köln, vorgeschlagen.