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29.5.2017 : 19:01 : +0200

Aktuelles:

Auslobung des 23. Menschenrechtspreises der Stadt Weimar

Die Stadt Weimar beehrt sich eingedenk ihrer besonderen geschichtlichen Verantwortung und als...


Menschenrechtspreis 2016 geht an die iranische Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi

Die Iranerin Narges Mohammadi wird für ihren langjährigen, lebensbedrohenden und außergewöhnlich...


Rathauskurier der Stadt Weimar | Menschenrechtspreis 2016 an Narges Mohammadi

Unter dem folgenden Link finden sie die Pressemitteilung des <link...


Allgemeine Erklärung der Menschenrechte | Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Büderlichkeit begegnen.

Menschenrechtspreis der Stadt Weimar 2016 geht an Narges Mohammadi

Die iranische Menschenrechtsverteidigerin wird für ihren unermüdlichen Einsatz gegen die Todesstrafe und für das Recht auf freie Meinungsäußerung geehrt. Sie ist im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert, das für seine schwierigen Haftbedingungen bekannt ist.

FOTO: INTERNATIONALE GESELLSCHAFT FÜR MENSCHENRECHTE

Narges Mohammadi, Mutter zweier neunjähriger Zwillinge, ist im Mai 2016  wegen ihres friedlichen Eintretens für Menschenrechte im Iran zu einer weiteren Freiheitsstrafe von 16 Jahren verurteilt worden. Ein Berufungsgericht hat diese Verurteilung kürzlich bestätigt.

Ihr Ehemann Taghi Rahmani lebt aufgrund der erlittenen Repressalien mit beiden Kindern mittlerweile im Pariser Exil. Er wird den Menschenrechtspreis für seine Ehefrau auf der feierlichen Festveranstaltung am Samstag, den 10. Dezember 2016, im Weimarer Stadtschloss stellvertretend entgegennehmen.

Der Stadtrat hat die Verleihung des Menschenrechtspreises an Narges Mohammadi im Juni beschlossen. In der Begründung heißt es: »Die iranische Frauenrechtlerin und Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi war die Vizepräsidentin und Sprecherin der einzigen und inzwischen verbotenen  Menschenrechtsorganisation Defenders of Human Rights Center im Iran, in der die  bedeutendsten Menschenrechtsverteidiger des Landes arbeiteten. Infolge der langen Inhaftierung ist die 44-jährige Mutter zweier Kinder körperlich und seelisch schwer erkrankt und erlitt zudem im Oktober 2015 einen Schlaganfall. Eine angemessene gesundheitliche Versorgung wird ihr durch die Gefängnisleitung verwehrt (…).«

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hatte Narges Mohammadi dem Vergabebeirat der Stadt zur Ehrung vorgeschlagen. Vergabebeirat und Stadtrat  entschieden einstimmig für diesen Vorschlag.