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26.9.2017 : 9:26 : +0200

Weimarer Menschenrechtspreis 2009 verliehen

Jestina Mukoko aus Simbabwe und Sonja Biserko aus Serbien haben am Donnerstag - dem Internationalen Tag der Menschenrechte - in Weimar den Menschenrechtspreis 2009 der Stadt erhalten. Die Frauen wurden mit dem mit jeweils 2.500 Euro dotierten Preis für ihr Engagement ausgezeichnet. Nach Angaben der Jury setzen sie sich seit Jahren trotz ständiger Bedrohung mit Mut und Willenskraft für die Wahrung der Menschenrechte ein.

Die Politologin Mukoko ist Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation "Zimbabwe Peace Projekt". Seit Jahren setzt sie sich zusammen mit einem breiten Netzwerk an Mitarbeitern für die Förderung und Verwirklichung von Demokratie und Menschenrechten sowie Geschlechtergerechtigkeit ein. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Biserko ist unter anderem Präsidentin des "Helsinki Komitees für Menschenrechte in Serbien". Nach Angaben der Stadt Weimar ist Biserko eine der wenigen, die es schon in der Zeit des Milosevic- Regimes gewagt haben, ihre Stimme gegen Verbrechen der Regierung zu erheben.

Preis wird seit 1995 vergeben

Der Weimarer Menschenrechtspreis wird seit 1995 am Tag der Menschenrechte vergeben. Die Stadt sieht darin aufgrund ihrer widersprüchlichen Geschichte als Ort des Humanismus und des Konzentrationslagers Buchenwald eine besondere Verpflichtung. Preisträger im vergangenen Jahr war der palästinensische Menschenrechtler Issam Younis.

(Mitteldeutscher Rundfunk
mdr.de | 10.12.2009)