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26.9.2017 : 9:26 : +0200

Tag der Menschenrechts (von Gerhard Seifert)

Manchen Gedenktagen wünscht man, dass sie nicht mehr gebraucht werden. Für den heutigen Tag der Menschenrechte wird das wohl ein frommer Wunsch bleiben. Seit über 60 Jahren muss Jahr für Jahr am 10. Dezember immer wieder an die Einhaltung der Menschenrechte erinnert werden. Gleiche Rechte für alle Menschen gibt es auch 2009 in vielen Ländern kaum oder gar nicht. Immer noch werden Kinder, Frauen und Männer wegen ihrer Rasse, Religion oder Herkunft verfolgt. Organisationen wie amnesty international klagen zu Recht über Menschenrechtsverletzungen. Heute haben zwei Frauen aus Serbien und Simbabwe den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar erhalten. Sonja Biserko aus Serbien und Jestina Mukoko aus Simbabwe setzen sich in ihren Heimatländern engagiert für Menschenrechte ein und müssen dafür mit ständiger Verfolgung leben.

Ich bewundere den Mut und die Kraft dieser beiden Frauen. Auch in so reichen Ländern wie Deutschland besteht noch Nachholbedarf, sagt amnesty. Dazu gehört das Asylrecht, das Bleiberecht für ausländische Mitbürger und die Bekämpfung der Armut. Die Menschenrechte gehen zurück auf das Menschenbild der Bibel, weil vor Gott alle Menschen gleich sind. Auch in der Thüringer Verfassung sind Menschenrechte verankert. Dort heißt es gleich am Anfang: "Niemand darf wegen seiner Herkunft, seiner Abstammung, seiner ethnischen Zugehörigkeit, seiner sozialen Stellung, seiner Sprache, seiner politischen, weltanschaulichen oder religiösen Überzeugung, seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung bevorzugt oder benachteiligt werden." Ob nun in Thüringen oder weit darüber hinaus - das Thema Menschenrechte wird uns auch in Zukunft nicht loslassen. Uns allen eine gute Nacht. Das wünscht aus Eisenach Gerhard Seifert von der evangelischen Kirche.

(Evangelische Kirche in MItteldeutschland
ekmd.de | 10.12.2009)