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26.9.2017 : 9:26 : +0200

Für ein unermüdliches und stetiges Engagement (RK Nr. 22 | 09)

Die Weimarer Menschenrechtspreisträger 2001–2008 (v. l. n. r.): 2001 Shahnaz Bokhari, 2002 Jamaicans for Justice (Dr. Carolyn Gomes), 2003 Riad Seif, 2004 Paul Polansky, 2005 Libkan Basajewa, 2006 Dr. Guillermo Fariñas Hernández, 2007 Nimisha Desai, 2008 Issam Younis

Für die Weimarer Menschenrechtspreisträger war die Verleihung des Preises eine wichtige und entscheidende Etappe in ihrem Leben. Mit der Würdigung und Anerkennung der geleisteten Arbeit konnten die Rahmenbedingungen für den zukünftigen Menschenrechtskampf nachhaltig gestärkt werden. Die oftmals akut an Leib und Leben bedrohten Menschenrechtler werden ins Licht der Öffentlichkeit gestellt und dadurch geschützt.

Durch die internationale Wirkung des Weimarer Menschenrechtspreises sowie das unermüdliche und stetige Engagement der Preisträger selbst wurden in der Vergangenheit zahlreiche andere Menschenrechtsinstitutionen auf sie aufmerksam. So wurde beispielsweise Dr. Carolyn Gomes (Direktorin der Menschenrechtsorganisation Jamaicans for Justice/Menschenrechtspreis 2002) im letzten Monat mit der »Order of Merit« (britisches Ehrenzeichen) ausgezeichnet. Mit der »Order of Merit« würdigt das Vergabekomitee um Queen Elisabeth II. Carolyn Gomes’ großes Engagement im Kampf für Menschenrechte und Demokratie in Jamaika. »Für mich ist es ein besonderes Privileg geehrt zu werden. Die Tatsache, dass meine Arbeit anerkannt wird, macht mich besonders glücklich«, sagte sie in einem Interview mit dem Jamaica Gleander.
Issam Younis gehört ebenfalls zu den Menschenrechtspreisträgern, für die der Weimarer Preis ein wichtiges Signal setzte. Herr Younis wurde von der Generalversammlung des Internationalen Rehabilitations- Rats für Folteropfer (IRCT) als unabhängiger Sachverständiger für die Amtszeit von 2009 bis 2012 gewählt. Dank seiner jahrelangen Menschenrechtsarbeit kann Issam Younis auf umfangreiches Wissen zur Problematik Folter zurückgreifen und somit den IRCT in hohem Maße unterstützen. Einen Grund zur Freude liefern auch die zahlreichen Nachrichten über die weit reichende und fruchtende Arbeit der Menschenrechtsorganisationen, in denen die ehemaligen Preisträger entweder federführend oder als Mitarbeiter engagiert sind. Immer noch für Bestürzung sorgt die Tatsache, dass der syrische Menschenrechtler Riad Seif (Menschenrechtspreis 2003), der im Januar 2008 von Beamten der Staatssicherheit festgenommen worden war, nach wie vor eine unbegründete Haftstrafe verbüßt. Seif setzt sich seit vielen Jahren mutig für die Stärkung der Demokratie in Syrien ein.
Wer sich einen Einblick in die momentane Arbeit der Weimarer Menschenrechtspreisträger verschaffen will, ist herzlich zur Menschenrechtskonferenz am 11. und 12. Dezember 2009 eingeladen (Informationen unter www.menschenrechtspreis.de sowie unter www.weimar.de). Im nächsten Rathauskurier erfahren Sie mehr über unsere diesjährigen Preisträger sowie die Menschenrechtskonferenz